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Überwachungskameras

Das Risiko von Einbrüchen steigt mit der bevorstehenden Zeitumstellung. Ein guter Moment, sich über Sicherheit Gedanken zu machen. Überwachungskameras für draussen sind mittlerweile unkompliziert in der Handhabung und flexibel anzubringen.

FOTOS
zvg
21. Oktober 2019

 Moderne Überwachungskameras liefern Livebilder von zu Hause direkt aufs Handy.

Wollte man den Bereich vor seiner Haustür oder den Garten bislang mit einer Kamera überwachen, mussten dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein: es brauchte eine wasserfeste Aussensteckdose in der Nähe oder ein verlegtes Stromkabel durch die Wand, um die Kamera mit Energie zu versorgen. Hatte die Kamera kein Funkmodul, um das Bild drahtlos an einen Monitor oder PC zu übertragen, brauchte es auch noch ein Netzwerkkabel. In vielen Häusern und für Mieter sind diese Anforderungen oftmals nicht gegeben oder mit hohen Kosten verbunden.

Moderne Outdoor-Überwachungskameras sind da flexibler. Smarte Modelle wie von D-Link, Eufy, Reolink, Arlo oder Logitech funktionieren komplett kabellos. Sie gibt es ab etwa 100 Franken.

In den vor Regen und Schnee geschützten kompakten Kameragehäusen sitzen austauschbare Batterien oder Akkus. Sie versorgen die Kamera bis zu mehrere Monate am Stück mit Energie. Möglich wird diese lange Nutzungszeit, weil sich die Kamera die meiste Zeit über im Schlafmodus befindet. Erst wenn der eingebaute Infrarotsensor im überwachten Bereich eine Bewegung registriert, schaltet sich die Kamera ein, nimmt eine Zeit lang das Geschehen auf, informiert per Push-Nachricht oder eMail den Nutzer auf seinem Smartphone, um sich danach wieder schlafen zu legen. Manche Kameras schonen ihren Akku zusätzlich und schaffen es so auch länger als ein halbes Jahr ohne Aufladen, indem sie nicht per WLAN direkt mit dem Router Verbindung aufnehmen, sondern über eine stromsparendere Funkverbindung mit einer Basisstation im Haus kommunizieren, die ihrerseits dann mit dem Router verbunden ist.

Die fehlende Verkabelung macht die smarten Überwachungskameras auch flexibel bei der Standortwahl. Die Hersteller bieten verschiedenes Befestigungszubehör. Damit lässt sich die Kamera klassisch an der Hauswand festbohren. Wer das nicht möchte kann sie aber auch mit einer Spezialhalterung oder Manschette am Baumstamm, der Regenrinne oder einem Treppengeländer befestigen und ihr eine Schutzhülle in Tarnfarben überziehen.

Trotz ihres regiden Energiemanagements bieten die Kameras hochauflösende Bilder und auch Nachts gute Sicht, entweder durch Hinzuschalten einer hellen LED oder Infrarotlicht. Manche Modelle besitzen zudem Mikro und kleine Lautsprecher, so dass der Nutzer beispielsweise von unterwegs über sein Smartphone mit dem Postboten vor der Haustür kommunizieren oder verdächtige Personen mit Sirenenheulen vertreiben kann.

Signalisiert die Kamera dem Smartphone schliesslich niedrigen Akkustand, lässt der sich binnen weniger Stunden für die nächsten Monate aufladen. Manche Hersteller bieten zudem für ihre Aussenkameras kleine Solarpanel an. Sie werden an einem sonnigen Platz befestigt und per Kabel mit der Kamera verbunden. So braucht der Kamera-Akku, je nach Standort des Solarpanels, nie oder nur noch äusserst selten am Netzteil aufgeladen zu werden.

Zur Bedienung der Kamera stellen die Hersteller schliesslich eine App für das Smartphone zur Verfügung. Über sie kann der Nutzer jederzeit die Kamera von unterwegs aufwecken und sich ein Livebild von zu Hause anzeigen lassen. Auf dem Smartphone erhält er auch Mitteilungen, wenn der Bewegungssensor der Kamera zu Hause etwas registriert und die Kamera die Szene aufgenommen hat. Die aufgenommene Videoszene lädt die Kamera automatisch in die Cloud des Herstellers hoch. Von dort kann sie dann auf das Smartphone heruntergeladen und angesehen werden. Je nach Hersteller ist das Speichern der Videos für 1-7 Tage kostenlos. Wem das nicht ausreicht, muss für einige Franken im Monat ein Abo abschliessen.