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Sie macht, was ihr gefällt

Die Schauspielerin und Musikerin Vicky Papailiou (33) schlüpft für das Kindermusical «Pippi in Taka-Tuka-Land» bereits zum zweiten Mal in die Rolle der Pippi Langstrumpf.

FOTOS
Mischa Christen, Nadja Mathys
07. Oktober 2019

Vor der Verwandlung zu Pippi: Papailiou im Kleintheater Luzern.

«Zweimal drüü macht vier, wide wide witt und drüü macht nüü-üün …», singt Vicky Papailiou (33), als sie auf die Anweisungen des Fotografen wartet. «Schon seit Tagen verfolgt mich das Lied.» Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf hat es der Schauspielerin angetan. Dabei kannte sie das stärkste Mädchen der Welt bis vor wenigen Jahren gar nicht wirklich. «Als Kind haben mich eher so Disney-Sachen interessiert oder Globi.» Doch ihr Neffe Kosta (5), der ist infiziert. Und das, seit Papailiou zum ersten Mal die Pippi im Kindermusical gespielt hat. Bereits vor drei Jahren tourte sie nämlich mit dem Stück «Pippi feiert Geburtstag» durch die Schweiz. Ab Oktober zieht sie sich nun erneut die orangefarbene Perücke mit den charakteristischen Zöpfen über. Ihre Reise führt sie dieses Mal in die Ferne, ins Taka-Tuka-Land.

Geborene Entertainerin

Die 1,56 Meter kleine Schauspielerin ist offen und herzlich. Zum Gespräch im Luzerner Kleintheater hat sie eine Sonnenblume mitgebracht, einfach nur, um der Autorin eine Freude zu machen. Das passt zu der 33-Jährigen, denn ein sonniges Gemüt hat sie und auch der Schalk, der blitzt immer wieder durch. Die Rolle der Pippi Langstrumpf scheint ihr auf den Leib geschneidert zu sein.

Geboren und aufgewachsen ist Papailiou in Luzern. Wie es der Name schon erahnen lässt: Ihre Eltern kommen aus Griechenland. «Bei uns war immer etwas los, es wurde viel gekocht und diskutiert. Es ging laut zu und her.» Das Theater, das sei dort ja eigentlich schon dabei.

«Ich bin halt ein komödiantischer Mensch.»

Vicky Papailiou

Schon als Kind habe sie sich gern verkleidet, «die Leute unterhalten, blöde Sprüche gemacht, improvisiert». Sie hatte eine wilde Jugend, wie sie sagt. War gerne unterwegs. «Im Gymnasium hätte ich das dritte Jahr wiederholen müssen, darauf hatte ich aber keine Lust.» Sie brach die Schule ab und machte eine Grafikausbildung in Zürich. In diesem Beruf arbeitete sie jedoch nie. Viel lieber wollte sie Musik machen, eigene Lieder schreiben und auf der Bühne stehen.

Als sie einen guten Freund in Paris besuchte, der dort Theater studierte, entschloss sie sich: «Das will ich auch machen.» Zwei Jahre dauerte das Studium bei Philippe Gaulier (76). Danach arbeitete sie unter anderem in England und Frankreich als freischaffende Schauspielerin und Musikerin. Denn Papailiou kann nicht nur schauspielern und singen, sie beherrscht auch das Akkordeon.

Dann ging es für sie zurück in die Schweiz. «Es war schwierig, wieder zurückzukommen.» Sie sei gerne unterwegs, liebe es, in Bewegung zu bleiben. Sechs Sprachen spricht sie fast fliessend: Italienisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Griechisch und Englisch.

Pippi passt!

Dass aus Vicky schliesslich Pippi wurde, war dann eher ein Zufall. Eigentlich hatte sie sich für eine Rolle in einem anderen Stück vorgestellt. Dort wurde sie jedoch nicht genommen. Dank dieses Castings bot man ihr aber eine Rolle im Kindermusical «Pippi feiert Geburtstag» an – als Annika. Doch schnell wurde allen klar, Pippi passte besser. «Ich bin halt ein komödiantischer Mensch, mache oft Witze, unterhalte gerne.»

Papailiou als Pippi mit Kim Emanuel Stadelmann als Efraim Langstrumpf.

Im Kindermusical kann sie diese Seite voll ausleben. «Das Tolle daran ist, dass das Publikum, also die Kinder, immer mit einbezogen werden.» Oft seien die ersten Reihen für die Kids reserviert. Dieser direkte Kontakt sei toll, sowohl für die Kinder als auch für die Darsteller auf der Bühne. «Kinder sind so ein ehrliches Publikum. Man weiss direkt, woran man ist.» Das gefällt ihr. Ebenso geniesse sie die tolle Stimmung, die jeweils herrsche. «Es ist wirklich ein Erlebnis für die ganze Familie.»

Papailiou wird gerne zu Pippi, deshalb hat sie sich auch dazu entschieden, die Rolle ein weiteres Mal zu spielen. Ebenso könne sie sich sehr gut vorstellen, die Figur der Pippi Langstrumpf auch ausserhalb des Kindermusicals aufleben zu lassen, irgendwie weiterzuführen. «Vielleicht mache ich ja mal als Pippi einen Workshop in einem Kindergarten, wer weiss.» Pippi Langstrumpf entspreche ihr einfach. «Sie ist wild und freidenkend, sie liebt das Leben, das gehört auch zu mir.»

Auch nach dem Musical «Pippi in Taka-Tuka-Land», mit dem sie noch bis im April nächsten Jahres unterwegs sein wird, sind schon neue Projekte geplant. Und danach? «Vielleicht mache ich irgendwann ja mal ein Café auf, ein griechisches Bistro mit einer kleinen Bühne zum Beispiel.» Was es auch sein wird: Vicky Papailiou macht, was ihr gefällt. 

Erlebnis für die ganze Familie

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