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Wie macht man Bokashi?

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Heiner H. Schmitt
06. Mai 2019

Mit der Bokashi-Methode können Sie gleich in der Küche kompostieren.

Was machen umweltbewusste Koch- und Pflanzenfreunde, die keinen eigenen Garten haben, mit ihren Rüst- und Essensabfällen? Sie versuchen es mal mit der neuen Kompostiermethode Bokashi.

Der Ausdruck ist japanisch und bedeutet fermentiertes organisches Allerlei. Der graue Eimer an sich beeindruckt Ihre Familie vielleicht wenig, doch das Ganze macht mehr Sinn, wenn möglichst viel Grünzeug reinkommt. Probieren Sie also, all Ihre Mitbewohner für Bokashi zu begeistern.

Schnipsel-Schnipsel

Der Clou ist das Pulver, das beim täglichen Einfüllen in den eigens konzipierten Eimer wie eine Art Würze auf die Küchenabfälle kommt. Das Pulver verhindert zusammen mit dem luftdichten Abschliessen des Kübels schlechte Gerüche. Und vor allem enthält es Mikroorganismen, welche die Abfälle in eine für Pflanzen wertvolle Masse verwandeln. Damit das klappt, kann man Bananen- und Orangenschalen oder schlecht gewordene Fleischplätzli nicht ganz in den Kübel geben. So heisst es denn schnipseln und nochmals schnipseln. «Je kleiner, je besser!» lautet die Devise.

Mit dem Becher lässt sich das Pulver abmessen. 

Dieses kommt auf jede neue Grünabfallschicht. Die 

Die entstehende Flüssigkeit kann man abzapfen.

Zum Gären wird der volle Eimer abgedeckt. 

Wenn der Behälter voll ist, lässt man ihn zwei bis drei Wochen geschlossen und in Ruhe fermentieren. Die dabei entstehende

Flüssigkeit kann man mittels Ablaufhahn abzapfen und mit Wasser vermischt als Flüssigdünger und sogar als Abflussreiniger verwenden. Während der Wartezeit befüllt man nach und nach den zweiten Eimer.

Keine Fäulnisbildung im Grünzeug

Beim normalen Gartenkompostieren dauert das Verrotten des Biomülls Monate – und kann grauslich stinken. Mit Bokashi entfällt das und es geht deutlich schneller. Im Unterschied zu anderen Systemen wird aus dem fermentierten Material keine fertige Gartenerde, sondern eine braune, kompakte Masse, die man mit Erde vermischen muss.

Dieses Bokashi-Allerlei-Gemisch darf man auch nicht sofort bepflanzen: Es ist zu sauer. Doch nach weiteren drei Wochen der Geduld entsteht eine nährstoffreiche Supererde. Wie gut die Pflanzen in den damit gefüllten Balkontöpfen oder im Garten wachsen, ist eine Freude und lässt einen die Schnipselmühen schnell vergessen. 

Der Indoor-Komposter

Jetzt zum Aktionspreis

Das Bokashi-Indoor-Komposter-Set mit zwei Eimern ist bei Coop Bau + Hobby für Fr. 129.– erhältlich. Mit dabei ist ein Sack Terra-Preta-Bokashi-Pulver. Die Mischung aus Weizenkleie, Getreide, Kohle, Steinmehl, Melasse, Zucker und Mikroorganismen kann für Fr. 14.95 nachgekauft werden. Aktion: Bis 19. Mai 2019 gibt es beide Artikel mit 10 Prozent Rabatt!

In die Eimer kommen nicht nur Grünabfälle, sondern auch Fleisch, Fisch- und Käsereste. All dies muss man zerkleinern, zusammendrücken und mit dem Bokashi-Pulver bestreuen. So vergärt der Biomüll. Es entsteht eine hochwertige Erde, die Kunstdünger überflüssig macht.