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Umgezogen: Alles ist so schön neu hier!

Wie beginnt man ein Jahr am besten? Zum Beispiel mit einer neuen Wohnung. Das ist aufregend und macht euphorisch! Ausser, man zügelt unfreiwillig.

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ZVG
15. Januar 2018

Auch ein Schreibtisch muss nicht an einer Wand stehen. (Toptip)


Tapetenwechsel

Wissen Sie, wie das ist, wenn man 16 Jahre lang in einer Wohnung wohnt, die einen Estrich von rund 80 Quadratmetern bietet? Der Vorteil dabei: ziemlich viel Platz. Der Nachteil: ziemlich viel Platz. So sammelt sich einiges an. Das geht ungefähr so: Jedes Mal, wenn in der Wohnung etwas stört oder kaputtgeht, trägt man es schnell in den Estrich. Und sagt sich: «Nächste Woche bringe ich das zum Flicken/zur Entsorgung/zum Flohmarkt/in die Brockenstube.» Und aus «nächste Woche» wird die übernächste Woche, später die überübernächste. Und so kommt die nächste Woche nie. Aber macht ja nichts. Der Estrich ist ja gross genug.

Doch damit ist jetzt Schluss, ich musste zügeln, meine alte Wohnung wird saniert. Ich habe also die Versäumnisse von 16 Jahren in drei Monaten nachgeholt und praktisch jeden Tag ausgemistet. Das war auch nötig, denn die neue Wohnung ist kleiner. Furchtbar viel Arbeit! Und ich war ein wenig traurig.

Inzwischen habe ich das verarbeitet und vor mir liegen leere Räume: jungfräulich und unberührt – bis auf die vielen Umzugskisten. Und ich muss mir überlegen, wie ich hier eigentlich wohnen will. Neben dem Metermass verwende ich dazu einen Hocker oder Stuhl. Ich setze mich an verschiedene Orte der Wohnung und stelle mir vor, was ich dort gerne machen würde. Ich denke darüber nach, was ich von diesem Platz aus sehe, wie ich mich fühle. So entscheide ich, welches Möbel wo hinkommt. Das kann dauern …

Das grösste Möbel platziere ich zuerst in einem Zimmer – und alle anderen Sachen richte ich danach aus. Das grösste Stück steht aber nicht automatisch in der Mitte des Raumes. Ich überlege mir erst, was die wichtigste Funktion des Zimmers ist. Und das Möbel dazu kommt – wenn möglich – in die Mitte.

Die neue Mitte

Ein Regal als Raumteiler ist praktisch und wirkt schön luftig. (Toptip)

Apropos Mitte. Stellen Sie nicht einfach alles an die Wände, besonders, wenn die Zimmer gross sind. Die Möbel, die ich am liebsten ins Zimmer rücke und die sich besonders gut dafür eignen, sind zum Beispiel der Schreibtisch, der Esstisch, das Sofa, das Bett und manchmal auch Regale. Also eigentlich fast alles, solange es eine hübsche Rückseite hat. Und zwei gleiche Kommoden können Rücken an Rücken auch ziemlich entzücken mitten im Raum. Das funktioniert auch in einem relativ kleinen Zimmer, dann dürfen die Möbel aber nicht zu wuchtig sein und nicht zu hoch.

Lassen Sie sich ruhig Zeit mit der Entscheidung beim Einrichten. Aber warten Sie nicht zu lange. Ich habe ja immer an meiner alten Wohnung herumgewerkelt. Und als ich dann endlich das Gefühl hatte: So jetzt; jetzt ist es richtig schön! Da musste ich schon wieder ausziehen.

Gute Ideen fürs grosse Zügeln

Grösse und Verhältnis
Möbelhäuser sind gross, deshalb wirken Möbel dort oft kleiner als sie sind. Messen Sie also genau nach.

Kisten als Dummys
Mit leeren Zügelkisten können Sie Möbel zur Probe quasi nachstellen. Passt es nicht, ist schnell umgeräumt.

Lieber zu viele
Es braucht immer mehr Kisten als gedacht! Wenn Sie meinen, es wären zehnmal zu viel, reichen sie knapp.

Mitten drin!

Zum Neubeginn

 

Regalsystem Infinity, personalisierbar, diverse Farben, wie abgebildet: Fr. 4285.80, Toptip.

 

 

Büromöbel Rico, Sideboard, Fr. 349.–, Toptip; Pendelleuchte von Kartell, Fr. 236.–, Lumimart.

 

 

Regalsystem Infinity
Sessel Savognin, Leder, Fr. 1499.–;
Salontisch Lawson, zwei Grössen, ab Fr. 299.–, alles Toptip.

Zügeln:Bei Toptip gibt es die Faltbox Roy (Karton) im 4er-Set, ab Fr. 9.90.