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Praktische Ideen von Katalin Vereb

Maximal statt mini

Das musste ja kommen: Jeder Trend kehrt sich irgendwann in sein Gegenteil. Darum ist inzwischen statt Minimalismus der Maximalismus angesagt.

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ZVG
07. Oktober 2019

Maximalismus heisst viel. Damit die vielen Objekte harmonieren, sollte sie etwas verbinden, hier sind das die Farben Gold, Schwarz und das Grün der Pflanzen.

Maximaler Start in den Herbst

Neue Farben fürs Gemüse

Edle Herbstfrüchte: Bemalen Sie Kürbisse mit weisser oder schwarzer Acrylfarbe und den Stiel mit Gold oder Silber.

Gold für die Äste

Füllen Sie eine Schale mit Deko-Steinen. Kleinere Äste entrinden, mit Goldfarbe anmalen und in die Steine stecken.

Es duftet nach Herbst

Zünden Sie Duftkerzen an oder kochen Sie Gewürze und Zitrusschalen in einem Topf auf. Für eine dufte Küche.

In den letzten Jahren ist alles weniger geworden. Das haben zumindest die Trend-Gurus unablässig gepredigt: «Es muss weniger werden! Weniger ist mehr! Ausmisten, ausmisten! Hundert Besitztümer sind genug!» Ja, auch ich habe das gepredigt. Die Brockenstuben konnten sich kaum retten vor Waren, die ihnen frischgebackene Minimalisten vorbei- brachten. Alle wollten sich von allem Balast trennen. Die Flohmärkte waren überfüllt. Und nun, da die Wohnungen alle ganz leer sind, fällt uns etwas auf. Nämlich genau das: Es ist so leer! Hm. Können wir jetzt nicht bitte wieder ein wenig mehr Gemütlichkeit haben? Schliesslich wird es Herbst!

Und tatsächlich: Wir können! Denn der Trend hat ein Erbarmen. Er nennt sich inzwischen nicht mehr Minimalismus, jetzt heisst es: Maximalismus! Ich würde sogar sagen: Maximalismus statt Marxismus! Was das bedeutet, ist natürlich schnell erklärt: Warum nur zwei Kissen kaufen, wenn man zehn haben kann? Oder zwanzig?

Dabei ist es nicht unbedingt die Menge, die es macht. Die maximalistische Einrichtung kann auch aus luxuriösem Flair bestehen. Also teure oder teuer aussehende Stoffe, glänzendes Gold und glitzernde Dekorationen. Als Farben bieten sich Edelsteintöne wie Granatrot, Smaragdgrün oder Rosenquarzrosa an. Und natürlich: Samt, Samt, Samt! Der Boudoir-Stil passt perfekt in dieses Schema.

Vase Jill (Fr. 39.95)

Grobstrickdecke (Sinja, Fr. 129.–)

Zierkissen (Maya, Fr. 29.95)

Doch auch der Ethno-Stil lässt sich maximalistisch umsetzen. Zu Ethno gehören gemusterte Textilien. Ein Mix aus möglichst vielen Mustern macht gleich einen maximalen Eindruck. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Blick mit den vielen optischen Reizen nicht überfordert wird. Das lässt sich zum Beispiel mit gleichen Mustern in verschiedenen Grössen verhindern.

Eine andere Möglichkeit sind viele Teppiche, die ruhig übereinander platziert werden dürfen. Das bringt auch die im Herbst sehr willkommene, warme Stimmung ins Haus. Gut dazu passen auch exotische Dekorationen wie Masken. Edler wird es mit glänzenden Akzenten, zum Beispiel mit einem goldenen Kissen – oder eben gleich mehreren.

Dicke Maschen sind auch maximal

Und wer den Maximalismus ganz minimalistisch umsetzen möchte, greift einfach nur zu einer Decke aus maximal dicken Maschen. Die kann man kaufen (bei Livique) – oder aus ganz vielen Wollfäden mit dicken Nadeln selber stricken. Die Verarbeitung von vielen Knäueln auf einmal maximalisiert den Wollverbrauch und minimalisiert so den Wollvorrat: Win-win! 

Auf dem schlichten Sideboard aus der Serie Gavi (Fr. 1399.–, Einrichtungshaus Livique) haben viele schöne Accessoires Platz. Etwa der Spiegel Flaro (Fr. 49.95). Dazu passen ein gemütlicher Sessel (Wengen, Fr. 149.–), eine Grobstrickdecke (Sinja, Fr. 129.–), ein goldenes Zierkissen (Maya, Fr. 29.95). Und überhaupt viele goldene Accessoires wie die Vase Jill (Fr. 39.95). Alles von Livique.