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Titelgeschichte

Stimmt es, dass ihr ...?

Zum 1. August hat die Deutschschweizer Redaktion der Coopzeitung ihren welschen und Tessiner Bürogspänli Klischees und Vorurteile zu ihren Landesteilen unterbreitet. Hier sind die Erwiderungen unserer Kollegen von Coopération und Cooperazione. 

FOTOS
Illustrationen: Andreas Kiener
26. Juli 2019

 Romands, Deutschschweizer und Tessiner – so verschieden wir sind: Gemeinsam sind wir die Schweiz. Und dies allen gegenseitigen Vorurteilen und Klischees zum Trotz. 

Romands würden, wenn sie könnten, lieber zu Frankreich gehören. 

Redaktor Coopération 

Alain Wey (44)

«Hilfe! Wieso das denn? Unsere deutschsprachigen Nachbarn müssen verrückt sein, um so etwas zu glauben! Man denke nur einmal an die öffentlichen Verkehrsmittel in Frankreich … Und was den Rest betrifft (aber das sagen wir lieber nicht zu laut): Warum sollten wir, die so sehr an unseren Kantonen hängen, eine Zentralisierung wie in Frankreich ertragen, wo Paris allen Regionen die Gesetze aufzwingt? Schwierig, schwierig. Die armen Franzosen! Alle fünf Jahre wählen sie einen Präsidenten, der sie unweigerlich enttäuschen wird. Nein, kein Westschweizer will zu Frankreich gehören. Es sei denn, er wandert aus. Im Ernst, in den 1980er-Jahren mag es noch ein paar Westschweizer gegeben haben, die vom ‹Land der Aufklärung› verzückt waren. Aber heute? Nein, danke!»


Romands sehen Tempolimiten nicht als Vorschrift, sondern als Vorschlag.

Redaktorin Coopération

Melanie Haab (35)


 

«Bei uns gibt es einen Witz: ‹Warum sind die Autobahnen im Wallis an den Seiten gepolstert? Damit man auch betrunken fahren kann!›. Spass beiseite. Haben Sie schon mal die Umfahrungsstrasse um Bern genommen? 15 unendlich lange Kilometer im Schritttempo. Die Versuchung ist gross, über dem Tempolimit zu fahren – nicht zu schnell, damit man nicht geblitzt wird. Seit mir ein Polizist gesagt hat, dass fast alle geblitzt würden, wenn der Radar auf der Autobahn nur schon auf 124 km/h eingestellt wäre, sind die 120 eh nur noch eine Empfehlung. Zehn Prozent schneller zu fahren als vorgeschrieben, scheint mir ein guter Kompromiss zu sein. Mein letztes Auto war 15 Jahre alt, also war es mehr aus Respekt vor ihm, dass ich das Tempolimit – mehr oder weniger – respektierte …»


Romands leiden gegenüber Deutschschweizern unter einem Minderwertigkeitskomplex.  

Chefredaktor Coopération 

Thierry Délèze (52)

«Das ist witzig, ich habe noch nie von diesem Klischee gehört. Warum sollten wir an einem Minderwertigkeitskomplex leiden? Weil es weniger von uns gibt? Gerade deshalb sind wir überzeugt, dass bei uns alles besser ist! Eingeklemmt zwischen euch und dem grossen Nachbarn Frankreich leiden wir vielmehr unter dem natürlichen Durchsetzungs-Reflex. Wir müssen kämpfen, um in einem Land zu bestehen, in dem fast alles, was wichtig ist, in eurer Sprache entschieden und kommuniziert wird. Oft geht vergessen, dass das Land ennet der Saane weitergeht. Deshalb erinnern wir gerne daran, dass die Genferseeregion ein höheres Wirtschaftswachstum verzeichnet als die Region Zürich und dass wir vor Stolz fast platzen, wenn ein Westschweizer einen Nobelpreis erhält oder das French Open gewinnt.»


Romands haben es nicht so mit dem Umweltschutz. 

Redaktorin Coopération

Sophie Dürrenmatt (46)

«Jetzt im Ernst? Als Erstes erkundige ich mich beim Bundesamt für Umwelt über die Abfalltrennung pro Kanton. Dazu gibt es keine Informationen. Ich recherchiere die Anzahl Bio-Betriebe beidseits der Saane. Da haben unsere Nachbarn mit 5903 Betrieben einen leichten Vorsprung im Vergleich zu den 1129 in der Westschweiz. Mit unserer Fläche (23 Prozent des Landes) sollten wir 1358 Bio-Betriebe haben. Zur Solarenergieproduktion können mir weder das Bundesamt für Energie noch Swiss Solar Zahlen nennen. Ein bisschen verzweifelt zähle ich hier im Coopération- und Coopzeitung-Redaktionsbüro diskret die Anzahl Glaswasserflaschen (versus PET-Flaschen). Jetziger Stand: Deutschschweizer 7/Westschweizer 5. Wo die Coopzeitung doch fast doppelt so viele Schreiberlinge hat.» 


Romands mögen nicht so hart arbeiten.

Redaktorin Coopération

Chloé Wilhem (27)

«Sagen wir es so: Die Westschweizer wissen die guten Dinge des Lebens zu schätzen. Wir arbeiten, um zu leben, und nicht umgekehrt. Ich bin mit einer welschen Mutter und einem Deutschschweizer Vater aufgewachsen, wohne in Fribourg, arbeite in Basel und habe eine Mitbewohnerin aus der Deutschschweiz. Daher kann ich nicht wirklich objektiv sein. Aber ich glaube nicht, dass dieses Klischee wahr ist. Tatsächlich erkenne ich in eurer Arbeit eine gewisse Strenge, während bei uns oft die natürliche Flexibilität zu Lösungen führt. Jedenfalls kann ich versichern, dass das Zusammenleben und Zusammenarbeiten vergnüglich sind und oft gar zu Lachanfällen führen, so etwa, wenn Deutsch- und Westschweizer gegenseitig ihre Akzente nachahmen.» 


In jedem Tessiner Haushalt stehen ein Paar Holzzoggeli und ein Boccalino.

Chefredaktor Cooperazione

Daniele Pini (58)

«Klar, aber das ist noch lange nicht alles. Da sind auch die schwarz gekleideten Grossmütter, die mit Brennnesseln bewaffnet den jungen Touristinnen im Minirock nachjagen. Und die Männer, die aus lauter Kehle auf den Feldern singen, wenn sie arbeiten. Und die Polizisten, die 10 000 Mal die Augen schliessen, wenn jemand das Gesetz bricht. Nein, Boccalini und Zoccolette sind fast aus dem Tessin verschwunden, vielleicht auch, weil nicht einmal mehr die Deutschschweizer Touristen sie kaufen. Das tun höchstens noch einige Gäste aus Asien …»


Tessiner können nicht blinken beim Abbiegen im Auto.

Stellvertretende Chefredaktorin Cooperazione

Natalia Ferroni (53)

«Ein Fahrer mit Tessiner Autokennzeichen, der beim Abbiegen blinkt, hat bestimmt  Blut von jenseits des Gotthards in sich. Denn für uns Tessiner ist Blinken nicht mehr und nicht weniger als eine Option. Unser Temperament macht sich auch beim Fahren bemerkbar. Wir sind gut im Improvisieren und schnell am Steuer, kurz gesagt, wir zeigen, dass der Verkehr auch ohne Blinken fliesst. Aber ab und zu haben wir keine Zeit zum Bremsen. In diesen Fällen hupen wir.»


Tessiner bleiben bis zur Hochzeit im Hotel Mama. 

Redaktor Cooperazione

Paolo D'Angelo (44)

«Bis zur Hochzeit? Verglichen mit Deutschschweizern sind wir vielleicht schon ein bisschen Muttersöhnchen. Aber das Ausziehen von zu Hause stimmt nicht immer mit dem schicksalhaften Ja überein. Laut neueren Statistiken machen Tessiner den Schritt in die Unabhängigkeit mit 26, während die übrigen Schweizer das mit 24,5 Jahren tun. Doch viele bleiben nicht deshalb länger bei Mama und Papa wohnen, weil es so bequem ist, sondern weil es anders nicht geht. Entweder weil eine feste Stelle fehlt oder weil der Lohn im Hinblick auf die hohen Lebenskosten im Tessin zu tief ist. Und noch etwas: In den 1970er- und 80er-Jahren zogen fast alle Schweizer mit 20 oder 21 daheim aus!»


Tessiner mögen keine Deutschschweizer. 

Redaktorin Cooperazione

Carmela Correale (55)

«Wenn ich mir die Schweizer Autokennzeichen anschaue, entdecke ich, dass ZH Zwenig Hirni bedeutet. AG heisst Achtung Gefahr und LU Löli unterwegs. BS kann Bsunders Stuur und TI Truurige Italiener oder Typisch Italiener bedeuten … Mit anderen Worten: Wenn man nur auf die Strasse schaut, scheint es, dass wir uns nicht sehr gern haben. Aber wir sind eine Willensnation: Das Bewusstsein für ein friedliches Zusammenleben ist stärker als Identitätsgefechte. Doch Schweizerdeutsch mögen wir tatsächlich nicht so sehr. Scusate …»


Tessiner sind immer heiter und laut.  

Redaktorin Cooperazione

Raffaela Brignoni (39)

«Das stimmt. Wer je im Zug von der Deutschschweiz ins Tessin gereist ist, kann es bestätigen. Auch in einem Ruheabteil erster Klasse ist es alles andere als still. Tessiner verstehen einfach nicht den Sinn dieser Abteile. Warum sollte man aufs Auto verzichten, wenn nicht, um endlos zu telefonieren oder vergnügt plaudernd ein Fläschchen Merlot und ein Salamisandwich zu geniessen? Was soll ich sagen? Da wir auch gut darin sind, andere zu beschuldigen, behaupte ich jetzt mal, dass wir fast taub, laut und lärmig sind, weil wir mit italienischem Fernsehen aufwachsen.»

Coop-Sprachen

Fast alles dreisprachig

Coop hat am Hauptsitz in Basel ein eigenes Übersetzungsbüro mit 28 Angestellten. Denn bei Coop sind alle Eigenmarken-Produkte wenn immer möglich dreisprachig angeschrieben. Auch alle Werbemassnahmen werden auf Deutsch, Französisch und Italienisch ausgearbeitet. Als Leiter der Marketingkommunikation beschäftigt sich Sacha Zuberbühler (43) oft mit der Frage, ob Werbeclaims funktionieren. Ob ein Slogan, der auf Deutsch überzeugt, dies auch in den anderen Sprachen tut. «Häufig reicht es nicht, eine Werbebotschaft wortwörtlich zu übersetzen», erklärt Zuberbühler. Es kommt immer wieder vor, dass sich die Werbeabteilung für die anderen Sprachregionen etwas Anderes einfallen lassen muss. Tückisch sind auch die Radio- und TV-Spots. Da Romands und Tessiner heraushören, ob ein Sprecher Einheimischer oder aber Franzose oder Italiener ist, werden die Spots immer mit Sprechern aus der Romandie und dem Tessin aufgenommen.  
 

Diesen Klischees mussten wir uns stellen 

Socken in Sandalen – das war lange Zeit ein optisches Erkennungszeichen des modefaulen oder älteren Mannes. Nicht nur in der Deutschschweiz! Nachdem Fashionistas aber seit einigen Jahren auf diese eigenwillige Kombination als Style-Faktor schwören, hat dieser Trend jetzt auch den Männerfuss erfasst. Designer von Luxusmarken zelebrieren die ehemalige Modesünde als It-Look auf dem Laufsteg der Modemetropolen. Bei der Valentino-Show in Paris beispielsweise steckten die Models in besockten Birkenstock-Sandalen. Ob das jetzt gesellschaftsfähige Socken-Sandalen-Styling auch die Schweizer Provinz erreicht, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist der Grat zwischen «stylish» und «peinlich» sehr schmal. Wer kein Gespür für modische Ironie hat, sollte darum dem Trend besser nicht folgen.
- Yvonne Pini

Na, na, na. So merkwürdig essen wir in der Deutschschweiz nun auch wieder nicht! Zugegeben, für gewisse Menschen ist der Znacht bereits um 18 Uhr Pflicht. Weil dann reicht's noch mit dem Abwasch vor der «Tagesschau»... Aber je länger je mehr wollen auch wir uns etwas salopper geben und etwas später mit dem Abendmahl beginnen. Besonders im Sommer gelingt uns das schon ganz gut, der Beweis liefern die Strassenbeizen in den Städten. Dass die Kombination von salzigem Hackfleisch und süssem Apfelmus uns mundet, ist nicht verkehrt. Salzig und süss gesellt sich nun mal gerne zusammen. Dasselbe gilt für Fondue, in das wir gerne Birnen oder getrocknete Aprikosen tunken. Versucht es doch auch einmal aus! Denn die französischen Nachbarn mögen ihr Foie gras bekanntlich auch am liebsten mit Früchtebrot – also wieder salzig und süss!
- Carole Gröflin

Wir Deutschschweizer sind zurückhaltende und bescheidene Menschen. Dass wir den schon fast kategorischen Diminutiv verwenden, ist deshalb nichts als folgerichtig: nur nicht auffallen, nur nicht angeben. Dabei machen wir auch einen auf Understatement, denn wir mögen es ja gar nicht, wenn wir so behandelt werden, wie wir gerne wirken möchten: als unscheinbar oder harmlos eben. Kurz: Wenn man uns nicht ernst nimmt. Ein deutscher Expat, der uns als Zeichen seiner sprachlichen Integration als «Schwiizerli» bezeichnet – da können wir schon «es bitzeli» aggressiv werden. Unseren Miteidgenossen gegenüber zollen wir dagegen höchsten Respekt. «Romandli» käme uns nie und nimmer über die Lippen, «Tessinerli» dagegen schon, aber nur in kulinarischem Zusammenhang – zumindest im Hause Zimmerli.
- Martin Zimmerli

Meine prägendste Erfahrung mit dem schweizerischen Begrüssungszeremoniell bescherte mir die grosse Familienfeier anlässlich des Geburtstags einer guten Freundin. Bekannte und Verwandte kamen, um zu gratulieren.Umarmungen und Wangenküsse waren offenbar nicht eingeladen. Selbst die Grosseltern begrüssten ihre Enkelin mit einem kräftigen Händedruck. Als Schweizerin mit Migrationshintergrund hat mich das traurig gemacht. In den Heimatländern meiner Eltern wird gedrückt, geherzt, in die Wange gekniffen und natürlich geküsst – ja, herzhafte Wangenküsse sind selbst unter Männern üblich. Warum die deutschschweizerische Zurückhaltung in der Sauna ein Ende hat, lässt sich nur vermuten: Dahinter steckt wohl die Überzeugung, sich an die Regeln halten zu müssen. Schliesslich gehört die Nacktheit zur Sauna dazu – da will der Deutschschweizer doch nicht als Tuchträger auffallen.
- Masa Diethelm

Donnerwetter: gut beobachtet! Mit dieser Behauptung treffen unsere Welschen Kollegen den Nagel auf den Kopf. Organisieren im Sinn von aufbauen, arrangieren, gestalten, entwickeln, prägen, veranstalten, erarbeiten und realisieren ist eine Stärke von uns Deutschschweizern. Manchmal machen wir vor der eigentlichen Durchführung tatsächlich ein Konzept. Vor allem wenn es darum geht, mit Romands zusammenzuarbeiten. Sie sind dann so beeindruckt, dass sie uns einfach machen lassen. Das ist in jeder Hinsicht ideal: Wir kreieren nach unseren Vorstellungen, sie haben ihre Ruhe und die Sache kommt gut.
- Eva Nydegger

So eine Bemerkung kann nur von Leuten kommen, die vermutlich auch die Strassenschuhe anbehalten, wenn sie zu Besuch kommen. Rüpelhaft! Natürlich tragen wir Hausschuhe im Büro. Wir signalisieren unserem Chef dadurch, dass wir nicht gekommen sind, um nach Feierabend möglichst schnell wieder aus dem Büro draussen zu sein, sondern um zu bleiben. Hausschuhe sagen: Hier gehöre ich hin und hier fühle ich mich wohl. Ausserdem ist unser Körper ein Organismus, in dem alles zusammenspielt: Nur ein gut durchbluteter und gut klimatisierter Fuss sorgt auch für ein gut durchblutetes Gehirn.
- Thomas Compagno

Diese Aussage stimmt voll und ganz. Was Sie vergessen zu erwähnen: Deutschschweizer trinken Cappuccino auch zum Frühstück, zum Znüni und zum Kuchen. Eigentlich immer. Dass wir den Cappuccino entdeckt haben, ist wohl die Schuld der italienischen Immigranten. Zuvor war unsere Frühstücksgetränkauswahl äusserst traurig – Filterkaffee war das höchste der Gefühle. Cappuccino und Latte Macchiato erhoben uns in neue Sphären des Kaffeegenusses. Könnte man nach dem Essen auch einen Espresso trinken, wie es sich eigentlich gehört? Natürlich. Nur gehen wir Deutschschweizer nicht gerne Risiken ein. Die Chance, hier einen wässrigen Espresso zu bekommen, ist riesig. Milch und – mit etwas Glück – ein bisschen Kakaopulver machen aus den langweiligsten Espresso einen ganz akzeptablen Kaffee.
- Deborah Lacourrège

Flexibilität ist eine schöne Sache. Laut Duden sind flexible Menschen «an veränderte Umstände anpassungsfähig, bei Entscheidungen wendig». In der heutigen Zeit der Unverbindlichkeit ist das natürlich Gold wert. Da schielen wir schon etwas neidisch über den Gotthard, wo uns die Tessiner vormachen, wie man Pflichten mit südlichem Charme vor sich herschiebt. Wir Deutschschweizer hingegen nerven uns schon, wenn ein flexibler Handwerker ankündigt, sich «irgendwann zwischen 13 und 16 Uhr» um den tropfenden Wasserhahn kümmern zu können. Geht es denn nicht etwas genauer? Ja, da geht uns die Flexibilität etwas ab. Aber glauben Sie mir, spätestens wenn Sie einen ausgewachsenen Wasserschaden haben, werden auch Sie den flexiblen gegen den zuverlässigen Handwerker tauschen wollen.
- Fabian Kern

Liebe Kollegen, der interkantonale Finanzausgleich spricht mehrheitlich eine klare Sprache: Wir Deutschschweizer krampfen wie die Irren, damit es Euch gut geht. Und da ein harter Arbeitstag mehr Kalorien erfordert als eine ausgedehnte Siesta, haben wir eben um sechs auch schon gehörig Hunger! Aber nun mal im Ernst; wir Deutschschweizer waren wirklich einmal ziemlich grosse Spassbremsen. Aber wir haben von Euch nicht nur «dolce far niente» gelernt; wir haben Euch unterdessen sogar überholt und sind zur 24-Stunden-Spass-Gesellschaft geworden, inklusive den entsprechenden Essenzeiten rund um die Uhr. Wer heute bei uns um 18 Uhr z'Nacht isst, sitzt entweder im Altersheim oder im Knast.
- Stefan Fehlmann

Die Deutschschweizer haben Angst, dass man sie für Deutsche hält, wenn sie Hochdeutsch sprechen. Deshalb geben sie sich besonders Mühe, den Schweizerischen Akzent zu betonen. Oder sie sprechen einfach Englisch. Dann können sie zwar mit Engländern und Amerikanern verwechselt werden, aber das ist nicht so schlimm, weil diese Länder sind viel weiter weg als Deutschland.
- Katalin Vereb