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Andere Länder, andere Weihnachtssitten! Wir nehmen dich im Schlitten auf eine Entdeckungstour rund um die Welt mit. Einsteigen, los gehts!

10. Dezember 2020

Wie schön ist die Weihnachtszeit: Die Familie kommt zusammen, um sich beim Fondue Chinoise, einem «Schüfeli» oder einer Tonne Weihnachtsguetzli nicht nur die Bäuche vollzuschlagen, sondern sich üppig zu beschenken. Doch eigentlich feiern wir ja Christi Geburt. Was das mit Fondue Chinoise zu tun hat? Nichts! Im Mittelalter wurde während der Adventszeit gefastet. An Weihnachten schlug man dann doppelt zu. Wir fasten zwar nicht mehr, die Völlerei haben wir dennoch beibehalten.

Unser geschmückter Weihnachtsbaum ist übrigens die Abwandlung eines heidnischen Brauches. Um 1800 holte man sich den Baum  – der noch von der Decke hing – ins Wohnzimmer. Und das Christkind wurde von Martin Luther erfunden, weil er etwas gegen die Heiligenverehrung der Katholiken hatte. Gegen Geschenke aber nicht. Deshalb ersetzte er den heiligen Nikolaus einfach durch das Christkind. Problem gelöst!

Mailänderli mampfen ist ja ganz cool, aber warst du am Weihnachtsmorgen schon mal auf Rollschuhen unterwegs?

Weihnachtsgurke

Eine Essiggurke am Baum, really? Really! In den USA versteckt man in den Zweigen des Christbaums nämlich eine Gurke aus Glas. Wer die «Christmas Pickle» als Erster entdeckt, kriegt ein zusätzliches Geschenk.

Donald Duck

An Heiligabend wird Schweden zu Entenhausen. Bevor die Feierlichkeiten beginnen, setzt man sich um 15 Uhr mit der Familie vor den Fernseher, um sich das TV-Special von «Kalle Anka» (ja, so heisst Donald Duck da) reinzuziehen. Jedes Jahr werden die gleichen Sequenzen gezeigt – und wenn nicht, gibts einen Aufstand!

Rollschuh-Messe

In Venezuelas Hauptstadt Caracas geht man an Weihnachten in die Kirche. Klingt spektakulär, wären nicht alle auf Rollen unterwegs. Damit auch die Kids rechtzeitig aufwachen, binden sie sich vor dem Schlafengehen einen Faden an den Zeh und hängen das Ende aus dem Fenster. So können die vorbeifahrenden Rollschuhfahrer daran ziehen.

Briefkasten

Wusstest du, dass der Samichlaus eine richtige Adresse hat? Sein Briefkasten steht in Kanada und wenn du ihm bis zum 16. Dezember schreibst – er beherrscht übrigens über 30 Sprachen – dann antwortet er sogar. Schick deinen Brief einfach an Santa Claus, North Pole H0H 0H0, Canada und deine Wünsche gehen in Erfüllung.

Poulet-Gelage

In Japan ist Weihnachten kein offizieller Feiertag. Eine Tradition gibt es trotzdem: frittiertes Poulet! Die Japaner verbringen Weihnachten nämlich am liebsten bei der Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken. Kein Witz! Schuld daran ist eine  Werbekampagne, die KFC im Jahr 1974 startete und die heute noch dafür sorgt, dass viele Japaner an Weihnachten für Frittiertes Schlange stehen.

Besen & Mopps

Kein Bock auf Putzen? Dann ab nach Norwegen! Dort werden an Weihnachten alle Wischmopps und Besen versteckt. Weil Norweger ein bisschen abergläubisch sind, wollen sie damit verhindern, dass böse Geister und Hexen die Besen stehlen und damit auf eine Spritztour gehen.



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