Perspektivenwechsel | Coopzeitung
X

Beliebte Themen

Weekend

Perspektivenwechsel

Wer auf den Auslöser drücken kann, ist deswegen noch lange kein Fotograf. Wir geben dir Tipps, wie du dich verbessern kannst – ob mit Kamera oder Handy.
 

22. Oktober 2020

Es kommt nicht auf die Grösse an. Ob du nun die Fotos mit einer beeindruckenden Spiegelreflexkamera schiesst oder einfach mit dem Smartphone in deiner Hosentasche: Am wichtigsten sind Sujet und Kreativität. Talent kann man nicht kaufen. Aber man kann es trainieren! Um die Qualität deiner Fotos auf ein neues Niveau zu heben, musst du abdrücken – immer und immer wieder. Dann analysierst du deine Bilder kritisch auf Verbesserungspotenzial. Für zusätzliche Motivation bieten sich Instagram-Challenges an. Vertrau deinem Gefühl und scheue dich nicht, Neues auszuprobieren!


7 Foto-Tricks

Wettbewerb

Gewinne eine GoPro

Wir verlosen 5 x 1 GoPro Hero 9.

  1. Um mehr Wirkung zu erzielen, geh näher an dein Sujet heran, anstatt zu zoomen.
  2. Variiere Winkel und Perspektiven. Ein Bild auf Augenhöhe ist alltäglich und langweilig. Wenn du dich auf den Boden legst oder von oben herunter fotografierst, erhalten deine Fotos eine überraschende Wirkung.
  3. Achte auf den Hintergrund und die Szenerie, insbesondere bei Porträts. Das kann deine Bilder drastisch verbessern. Nicht, dass deine Fotos unfreiwillig komisch wirken, weil ein Ast aus einem Ohr des Modells herauswächst.
  4. Entscheide dich für das Hauptmotiv: Ist es die Landschaft, deine Freundin oder die Glace in ihrer Hand? Das nennt man Zentrieren und braucht oft mehrere Versuche.
  5. Vergiss den Blitz. Setz auf natürliches Licht, dann verhinderst du überbelichtete Bilder.
  6. Übernimm die Kontrolle über Blende und Verschlusszeit. Traust du dich noch nicht, beginn mit dem halbautomatischen Modus, bei dem du nur die Blende einstellen kannst. Auch auf dem Smartphone kannst du an den Einstellungen schrauben. Probiers!
  7. Retuschieren ist nicht gleich Fälschen: Es ist wie das Entwickeln eines Fotos, um deine Vision umzusetzen. Du entscheidest, ob das Bild realitätsgetreu oder eher surreal scheinen soll. Wer nicht bearbeitet, verpasst etwas.

Trainiere dein Auge: Du wirst nicht besser, indem du in verrückte Gadgets investierst. Besuche Ausstellungen, folge Fotografen auf Instagram, schau dir Zeitschriften und Tutorials an… und fotografiere jeden Tag!


Fokus auf…

… das beste Objektiv für Porträtaufnahmen. Eine gute Idee, um deine Bilder zu verbessern, ist ein 35- oder 50-mm-Objektiv mit fester Brennweite für deine Spiegelreflex- oder Hybridkamera. Da es fix ist, kannst du mit ihm nicht zoomen, aber im Vergleich mit den Objektiven in den Starterkits gewinnst du an Helligkeit. Die feste Zentrierung zwingt dich zu Bewegung und Kreativität. Mit diesen Objektiven erhältst du einen attraktiven, unscharfen Hintergrund, um dein Hauptmotiv hervorzuheben – siehe Anleitung unten. Das 35mm eignet sich auch hervorragend für Strassenfotografie.


3 Apps fürs Smartphone

  • Snapseed Intuitive: App zur präzisen Nachbesserung der Belichtung. Beinhaltet ein praktisches Werkzeug, um Makel mit wenigen Klicks zu retuschieren (gratis).
  • VSCO Cam: Beliebt für ihre über 200 subtilen Filter. Highlight: Die Funktion «Machine Learning», die für jedes Foto sechs Vorschläge gibt (gratis, mit In-App-Käufen).
  • A Color Story: Von Profis entwickelt. Es macht Spass, Kurven zu retuschieren, Filter und verschiedene Effekte hinzuzufügen (gratis, mit In-App-Käufen).


Zur Ausgabe »