Snow Moon | Coopzeitung
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Snow Moon

Vergiss Werwölfe und Grusel – morgen wird die Nacht zum Tag.
 

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Getty Images, Stocksy
25. Februar 2021

Am 27. Februar zeigt sich der Mond in seiner  ganzen Pracht am Nachthimmel. In Nordamerika wird der Februarvollmond aufgrund des häufig starken Schneefalls in dieser Zeit gerne als «Snow Moon» bezeichnet. Gewisse Stämme der Ureinwohner nennen ihn auch «Hunger Moon», da die Nahrungsressourcen im Februar äusserst knapp sind. Auch der Begriff «Storm Moon» findet oft Verwendung. Wir wollen jedoch stark hoffen, dass dieser Name morgen Abend nicht zutreffen wird. Denn der Schein des Mondes kombiniert mit der reflektierenden Schneedecke sorgt für eine magische Stimmung, die es zu erleben gilt. Wir zeigen dir, wie du das tun könntest.

Eine Nacht im Schnee ist ...

Genussvoll

Der Weg ist das Ziel. Umso mehr, wenn für den richtigen Proviant gesorgt ist. Bewaffne dich mit Thermoskanne oder Tupperware und geniesse ein Mitternachtspicknick mit Aussicht auf die Lichter der Stadt. Wie wäre es mit einer warmen Gerstensuppe oder heisser Schokolade, garniert mit schneegekühltem Schlagrahm?

Aufregend

Bist du auf der Suche nach der richtigen Portion Nervenkitzel? Versuch es doch mit einer Nachtschicht für deine Adrenalin-Pumpe in Graubünden. Die Schlittelbahn Preda Bergün ist von Dienstag bis Sonntag bis um 23 Uhr beleuchtet. Auf dem brandneuen «Light Ride» im Gebiet Arosa-Lenzerheide fühlst du dich wie in einem Videospiel. Aktivitäten wie Nachtskifahren in Corvatsch oder eine Spritztour mit dem Pistenfahrzeug in Airolo, momentan von Covid verunmöglicht, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen, sobald man wieder loslegen kann. 

Romantisch

Eine Schneewanderung unter dem Vollmond ist ein einmaliges Erlebnis. Statte dich mit Schneeschuhen, warmer Kleidung und mit starken Taschenlampen aus. Idealerweise begibst du dich vor dem Einbruch der Dunkelheit auf den Weg, um das magische Licht der Dämmerung voll ausnutzen zu können. 

Malerisch 

In der Nacht präsentieren sich für ­Fotografen neue Möglichkeiten. So kannst du beispielsweise mit einer Taschenlampe Linien in die Luft «zeichnen» und mit der Kamera einfangen. Heiner Schmitt, Fotograf bei Coop, fasst in grundlegenden Schritten zusammen, wie auch du ein solches «Lightpainting» kreieren kannst.


So fotografierst du die Milchstrasse oder Sterne richtig 

Tipps von Heiner H. Schmitt Fotograf bei Coop 

Wenn du Sterne oder die Milchstrasse ablichten möchtest, bietet sich Anfang März vor dem Sonnenuntergang die beste Möglichkeit dazu. Idealerweise benutzt du ein Weitwinkelobjektiv und stellst die ISO auf 3200 oder mehr für etwa 30 Sekunden mit einer Blende von f/2.8. 

  1. Benutze ein Stativ für die Stabilität und definiere den Bildausschnitt. Verwende keinen automatischen Fokus, sondern stelle ihn manuell ein. 
  2. Entscheidend sind die technischen Einstellungen der Kamera: Stelle eine mittlere Blende (8 – 11) ein, wähle eine niedrige ISO (100 – 200) und eine ausreichend lange Verschlusszeit (z.  B. 10 Sekunden). Ein Testfoto hilft dir einzuschätzen, wie hell das Licht sein sollte. Um die Helligkeit zu reduzieren, kannst du ein Blatt Papier vor die Taschenlampe halten. 
  3. Löse erst die die Belichtung deiner ­Kamera aus, schalte dann die Taschen­lampe oder die «Flashlight»-Funktion ­deines Handys ein und beginne zu «malen». 
  4. Last but not least: Statte dich im Winter immer mit Handschuhen und Ersatz­batterien für die Kamera aus.


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